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Meine Liebe gehört ja nicht nur den Sternen am Himmel,
dem Nebel am Morgen und dem Rauschen der Blätter im Wind -
nein, manchmal hängt sie auch an durchaus technischen Dingen.
Eines davon ist meine bescheidene Sammlung von Taschenrechnern
von Hewlett-Packard, die meisten davon aus den siebziger Jahren,
noch mit rotem Leucht-Display und Batterien, die alle drei
Betriebsstunden leer sind.
Meinen allerersten HP habe ich 1975 gekauft, er reichte mir allerdings nicht lange aus, und so habe ich dann 1976 einen HP 67 gekauft, das damalige Spitzenmodell (zum Preis von knapp 3000 DM - so teuer waren damals Taschenrechner! ). Ich besitze ihn heute immer noch, und er ist auch noch mehr oder weniger funktionsfähig. Inzwischen benutze ich allerdings einen HP48, ca. 5 Jahre alt, der mehr Arbeitsspeicher hat als mein erster PC vor zehn Jahren. Und im Laufe der Jahre sind dann noch einige Sammlerstücke hinzugekommen, teilweise hab ich Stunden damit verbracht, sie zu reparieren und zu restaurieren. Den ältesten, den ich besitze (das erste Modell von HP überhaupt), möchte ich hier mal in Form eines Java-Applets vorstellen. Um ihn zu benutzen, müßt ihr ihn natürlich erstmal mit der Maus einschalten. Ach ja, alle diese HP-Rechner arbeiten mit der umgekehrten polnischen Notation, eine '='-Taste werdet ihr also vergeblich suchen. Die UPN ist aber, wenn man sie einmal begriffen hat, wesentlich effektiver als die gängige algebraische Notation, die meistens benützt wird. Bitte nicht vergessen, wieder auszuschalten, bevor du auf eine andere Seite gehst! Die Batterien!!! ...
Ein paar Einschränkungen gibt es allerdings noch. Trotz aller
Bemühungen ist es mir bisher noch nicht gelungen, die (natürlich
etwas flache) Rechengenauigkeit abzubilden, in der letzten
Kommastelle ergeben sich also Differenzen zum Original. Dann
fehlt noch das Overflow-Handling, das Original fängt bei einem
Überlauf an zu blinken, hier passiert gar nichts. Ebenso ist
es bei fehlerhaften Eingaben.
Ein offensichtlicher bug ist auch drin: Der Speicherinhalt wird beim Ausschalten nicht gelöscht, sondern bleibt erhalten - und nicht nur das, der ausgeschaltete Rechner verarbeitet sogar noch Eingaben. Ich werde das bei Gelegenheit mal in Ordnung bringen;-) Der Rechner wurde übrigens 1974 hergestellt und stammt aus der 4. Baureihe dieses Modells. Die 4 Baureihen unterscheiden sich durch Kleinigkeiten voneinander, der 35a hatte noch eine kleine rote Leuchtanzeige neben dem Schalter. Dieses Modell ist allerdings mittlerweile so teuer geworden, daß ich mir wohl niemals einen leisten kann... Mit der UPN, das geht so: Wenn du z.B. 21 + 15 rechnen willst, mußt du 21 ENTER 15 + eingeben, also zuerst die Zahlen (die Operanden), und dann den Rechenbefehl, den Operator. Das Ergebnis bleibt einfach drin, du könntest z.B. 34 - 16 berechnen, indem du 34 ENTER 16 - eingibst. Jetzt sind beide Ergebnisse im Rechner, und du musst nur noch ÷ drücken, um die 36 durch die 18 zu teilen. Nochmal zusammengefasst: (21 + 15)/(34 - 16) wird so berechnet: 21 ENTER 15 + 34 ENTER 16 - ÷. Macht 9 Eingaben - zähl mal nach, wieviele Eingaben du auf einem Taschenrechner mit Klammern- und '='-Taste machen musst, und dann weißt du, warum ich niemals einen anderen Rechner als von HP benutzen würde! |
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