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"Ich bin geboren am 15. April 1832 zu Wiedensahl als der erste von sieben",
schreibt Busch in seiner 1893 entstandenen Autobiographie "von mir über mich".
"Mein Vater war Krämer, klein, kraus, rührig, mäßig und gewissenhaft; stets
besorgt, nie zärtlich; zum Spaß geneigt, aber ernst gegen Dummheiten. Er
rauchte beständig Pfeifen, aber, als Feind aller Neuerungen, niemals Zigarren,
nahm daher auch niemals Reibhölzer, sondern blieb bei Zunder, Stahl und Stein
oder Fidibus. Jeden Abend spazierte er allein durchs Dorf, zur
Nachtigallenzeit in den Wald. Meine Mutter, still und fromm, schaffte fleißig
in Haus und Garten und pflegte nach dem Abendessen zu lesen. Beide lebten
einträchtig und so häuslich, daß einst über zwanzig Jahre vergingen, ohne daß
sie zusammen ausführen."
Wilhelm Busch mußte schon als Kind sein Elternhaus verlassen, da nach Geburt seines Bruders
Otto der Platz im Haus nicht mehr reichte. Da er der Älteste war, schickte man
ihn zu seinem Onkel, dem Pastor Georg Kleine, der den Jungen bei sich aufnimmt.
So kam Busch nach Ebergötzen bei Göttingen. Bei seinem Onkel erhielt er
Privatunterricht und besuchte danach die polytechnische Schule
zu Hannover. Nach dem Willen seines Vaters sollte Wilhelm Busch Maschinenbauer werden,
obwohl seine Begabung mehr beim Zeichnen und Malen lag. Diesen Traum machte
er wahr, als er mit einem Freund an die Kunstakademie Düsseldorf ging, um
Maler zu werden. Allerdings hielt er es dort aber nicht lange aus, der nüchterne
akademische Betrieb enttäuschte ihn. Er zog weiter nach Antwerpen, an die
Königliche Akademie der schönen Künste, wo er seine Studien fortsetzte.
Wilhelm Busch erkrankte schließlich an Typhus und musste wieder in sein Elternhaus zurück
kehren. Dort sammelte er, während er sich von seiner Krankheit erholte, Volkslieder, Sagen und
Märchen. Wieder genesen, zog Wilhelm Busch erneut um. Dieses Mal nach München an die
Akademie der bildenden Künste. Er wurde Mitarbeiter bei den "Fliegenden
Blättern", einer humoristischen Zeitschrift in München, für die er Zeichnungen
und Gedichte machte. Wilhelm Buschs erste Bildergeschichte wurde in dieser Zeit veröffentlicht:
"Max und Moritz", die Geschichte die ihm berühmt gemacht hat.
Von München aus führte ihn sein Weg weiter nach Frankfurt, wo sein Bruder Otto lebte,
und von da aus kehrte er 1874 wieder zurück nach Wiedensahl. Der Mann seiner
Schwester Fanny war gestorben, und Busch hatte sich dazu bereit erklärt,
die Vaterrolle für seine drei Neffen zu übernehmen. Noch ein weiteres Mal zog Wilhelm
Busch um. Dieses Mal begleitete ihn seine Schwester. Sie gingen gemeinsam nach
Mechtshausen am Harz (bei Seesen). Aus der Zeit dort stammen die Gedichte der
Sammlung "Zu guter Letzt" und "Schein und Sein".
Wilhelm Busch starb am 9. Januar 1908 in Mechtshausen. Nach seinem Tod
erschienen noch unveröffentliche Werke von ihm, überall fanden
Gedächtnisausstellungen statt, die belegen, wie berühmt Wilhelm Busch schon zu
seinen Lebzeiten war.
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